Samstag, 30. November 2019

Die Lüge Rezension





Quelle von Limes
Roman
Erscheinungstermin: 25. März 2019
560 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

Inhalt:
Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen – und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen …

Meine Meinung:
Das Buch ist vornehmlich in drei große Teile gegliedert. Im ersten wird aus Adams Sicht erzählt, im zweiten aus Stellas und im dritten aus Ulrikas. Das ist raffiniert gemacht, denn so setzt sich für die Lesenden die gesamte Handlung erst nach und nach zusammen. Jeder der drei hat nur ein eingeschränktes Wissen zum Tathergang bzw. den polizeilichen Ermittlungen. So bleibt man als Leser*in bis zum Schluss im Unklaren, was wirklich passiert ist.

Ich mochte alle drei Perspektiven gleichermaßen. Bei Adam und Ulrika geht es zum einen um Zweifel, was sie ihrer Tochter zutrauen, andererseits darum, ihre Familie und ihr eigenes Ansehen in der Öffentlichkeit zu schützen. Stellas Überlegungen in der U-Haft beziehen sich vor allem auf ein Unrecht, das ihr vor einigen Jahren geschehen ist und auf die Freundschaft zu Amina, der sie sich unendlich verbunden fühlt.

Jeder von ihnen muss sich darüber klarwerden, was er bereit ist, von sich zu opfern, um den anderen zu retten. Dieses Dilemma ist sehr gut dargestellt, hätte aber gerne ein wenig gestrafft werden können.

Fazit:
Ein gelungener Roman den ich weiter empfehlen kann


Autor
Mattias Edvardsson lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Töchtern außerhalb von Lund in Skåne, Schweden. Wenn er keine Bücher schreibt, arbeitet er als Gymnasiallehrer und unterrichtet Schwedisch und Psychologie. Mit seinem Roman »Die Lüge« eroberte er auf Anhieb die Top 10 der SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde nicht nur von den Lesern gefeiert, sondern auch von der Presse hochgelobt.

Er will sie sterben sehen Rezension








Quelle von Penguin Verlag
Thriller
Erscheinungstermin: 10. Juni 2019
464 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

Inhalt:
Die 22-jährige Susana verschwindet nach ihrem Junggesellinnenabschied spurlos. Was die Polizei vorfindet, als man sie Tage später zum Fundort der Leiche ruft, weckt das kalte Grauen: Die junge Frau wurde ermordet, indem man ihr Löcher in den Schädel bohrte und Würmer einführte, die bei lebendigem Leib das Gehirn fraßen. Dann stellt sich heraus, dass Susanas ältere Schwester auf dieselbe Art und Weise umgebracht wurde – und für diese Tat sitzt ein Mann hinter Gittern. Hat man den Falschen verurteilt und weggesperrt? Oder gibt es einen Nachahmer? Und warum mussten beide Schwestern ausgerechnet am Vorabend ihrer Hochzeit sterben?

Meine Meinung
Wie oben schon erwähnt, habe ich diesen Thriller hauptsächlich aufgrund des Klappentextes ausgewählt. Er klang für mich nach einem richtig guten Thriller, in den ich schnell hinein gefunden haben.
Der Schreibstil von Carmen Mola ist flüssig und fesselt von Anfang an.
Direkt mitten im Geschehen findet man sich nach dem Prolog an dem Fundort von Susanas Leiche wieder.
Der junge Polizist Angel Zárate ist als einer der ersten vor Ort, auch wenn recht schnell klar ist, dass dieser Mord keine Sache der örtlichen Polizei ist.
Elena Blanco und ihre BAC (Brigade für Sonderermittlungen) werden hinzugezogen und mit den Ermittlungen beauftragt.
Zárate fühlt sich aussen vor gelassen und versucht durch einen Trick in Elenas Team aufgenommen zu werden.
Mit Erfolg.
Anfangs war er mir echt unsympatisch und ich fand sein Verhalten unmöglich. Ich hatte das Gefühl, dass es ihm lediglich darum geht, groß Karriere zu machen, dabei kam ihm dieser Fall gerade recht.
Im Laufe des Buches lernt man ihn dann aber auch ein wenig besser kennen.
Elena, deren fünfjähriger Sohn vor ein par Jahren spurlos verschwand, war für mich manchmal echt schwer einzuschätzen.
Einerseite frisst sie die Sorge um ihren Sohn fast auf, aber auf der anderen Seite hat sie manchmal auch irgendwi unnahbar gewirkt.
Oder wie jemand, der sich nicht in die Karten gucken lassen möchte. Als Inspectora ist das gewiss nichts schlechtes, aber ihr privates Verhalten konnte ich manchmal echt nicht nachvollziehen. Wenn auch, die Suche nach ihrem Sohn, ein paar Handlungen erklärt hat.

Der Spannungsverlauf selbst hat mir gefallen. Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Am Anfang eines jeden Kapitelslässt Carmen Mola einen kleinen Jungen zu Wort kommen, der aus seiner Vergangenheit erzählt.
Aus seiner grausamen Vergangenheit.
Auch, wenn sich das Buch anfangs etwas langsamer aufbaut, hat es doch ein umso spannenderes Ende.
Der rote Faden zog sich durch das Buch und er konnte mich sogar so manches Mal auf eine andere Spur bringen.

Fazit:
Alles in allem kann ich dieses Buch jedem Krimi - und/oder Thrillerfan empfehlen. Manche Stellen sind definitiv nichts für zartbesaitete Menschen, aber mich konnte er mit allem, was er aufzuweisen hatte, packen.


4 Sterne erhält von mir dieses Buch


Autor:
Carmen Mola bevorzugt es, ihre wahre Identität nicht preiszugeben. Ihr Thriller »Er will sie sterben sehen« wurde schon vor dem Erscheinen in zahlreiche Länder verkauft und stieg in Spanien direkt in die Top Ten der Bestsellerliste ein.

Lesemonat November 2019