Samstag, 18. Mai 2019

Mein ein und alles Rezension



Quelle von Penguin Audio Verlag und Amazon
Erscheinungstermin: 24. September 2018
Ungekürzte Lesung
Gelesen von Anna Thalbach
Laufzeit: ca. 786 Minuten

Inhalt:
Dieser Roman über ein junges Mädchen hat Amerikas Leserschaft überwältigt und gespalten. Denn Turtle Alveston, so verletzlich wie stark, ist eine der unvergesslichsten Heldinnen der zeitgenössischen Literatur. Sie wächst weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Auf tagelangen Streifzügen in der Natur sucht sie Zuflucht vor der besitzergreifenden Liebe ihres charismatischen und schwer gestörten Vaters. Erst als sie ihren Mitschüler Jacob näher kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt die Befreiung aus seinen Klauen. Gabriel Tallents Debut ist von eindringlicher Wucht und zugleich Zartheit, eine neue Stimme, die niemanden kalt lässt. »Als Leser schlägt einem das Herz bis zum Hals und man hofft nichts inständiger, als dass Turtle durchkommen möge. Intensiv und lebendig.« Marie Claire


Meine Meinung:
Es handelt sich um die 14-jährige Julia namens Turtle und ihr Vater Martin. Ihre Mutter ist vor langer Zeit weggelaufen. Und da ist ihr Großvater, der in der Nähe lebt, aber hauptsächlich getrennt bleibt. Ihr Vater liebt sie, mehr als alles andere auf der Welt, sie kann es fühlen, trotz seiner seltsamen Art, seine Zuneigung zu zeigen. Er tut ihr manchmal weh, aber nur, weil sie nicht nett war und ihn provozierte. Und er liebt sie, wie ein Mann eine Frau liebt. Sie mag es, ihm nahe zu sein, aber als Turtle älter wird, wachsen irgendwo tief in ihrem Inneren Zweifel. Ist das alles richtig? Als sie Jacob trifft und ihn immer mehr mag, droht plötzlich die fragile Familienstruktur von Martin und Turtle, noch mehr, als Martin das kleine Mädchen Cayenne zu sich nach Hause bringt. Turtle hat endlich gemerkt, dass sie etwas tun muss, weil nichts in ihrem Haus stimmt.

Gabriel Tallents Debütroman hat eine seltsame Faszination wie Unfälle. Einerseits möchte man nicht schauen (oder in diesem Fall: weiterlesen bzw anhören), weil es alles zu schrecklich ist Auf der anderen Seite möchte der Leser erfahren, was gerade passiert, und dies zieht Sie immer wieder in den Roman zurück.Für hochsensible Leser ist dies sicherlich nichts zu lesen. Es geht um Kindesmisshandlung, Gewalt und psychischen Druck der schlimmsten Art. Obwohl dies aus der Sicht eines Außenstehenden schrecklich und unerträglich ist, schafft es Gabriel Tallent auch, eine andere Perspektive zu vermitteln, die, wie zu befürchten bleibt, nur zu real ist und bei vielen Opfern anzutreffen ist. Julia liebt ihren Vater, sie liebt seine Zärtlichkeit und Wärme und auch der körperliche Kontakt ist nichts, was sie hasst, ganz im Gegenteil. Wenn sie etwas dagegen unternimmt, verliert sie ihn und muss daher sehr genau berechnen, was sie tut. Dies ist in einem Roman nicht leicht zu verstehen und noch schlimmer zu unterstützen, aber aus einer realistischen Sicht könnte dies eine recht häufige Interpretation der Situation sein.
Die Hörbuch Sprechstimme fand ich ganz in Ordnung am Anfang musste ich mich aber wetwas anfreunden wie sie die Art und Weise diese Geschichte einem übermitteln wollte, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran.


Fazit:Ich empfehle jedoch diese Geschichte weiter die sich für Thematik interessieren die eine interessante Perspektive einnimmt und möglicherweise zu unserem Verständnis beiträgt.




Autor:
Gabriel Tallent, geboren 1987 in New Mexico, wuchs in der Nähe von Mendocino mit zwei Müttern in einem sehr liberalen Umfeld auf. Nach seinem Universitätsabschluss 2010 führte er zwei Sommer lang Gruppen mit Jugendlichen durch die Wildnis der Nordpazifischen Küste. Gabriel Tallent lebt heute in Salt Lake City.

Samstag, 4. Mai 2019

Sofia trägt immer Schwarz Rezension



Quelle von  Amazon

Roman
Erscheinungstermin: 24. September 2018
240 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

Inhalt:
Sofia Muratore wäre so gern glücklich und trägt doch immer Schwarz. Sie hat zwei ungleiche Augen und fühlt sich wie ein »Luftballon hinter Gittern«. Mit zehn Jahren rasiert sie sich aus Protest die Haare, mit sechzehn hat sie von allem genug. Sie erträgt die Krisen der Eltern nicht, will Schauspielerin werden, wird aber nur magersüchtig. Sie zieht von Mailand nach Rom und dann nach New York. Sie verliebt sich, taucht ein in das Leben anderer und verflüchtigt sich sofort wieder wie Gas. Überhaupt ist Sofia immer auf der Flucht, vor ihren Freunden, Liebhabern, den Eltern und sich selbst – in der Hoffnung, anderswo endlich zur Ruhe zu kommen.

Meine Meinung:
Die Geschichte fängt mit ihrer Geburt und Kindheit Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre an, mit der Protagonistin Sofia. Sie ist nämlich ein rebellisch Kind die auch vom denken her ganz anders handelt welches sich nicht in eine Schublade stecken lässt., Umso älter sie wird desto mehr Freiheit will sie haben und ist ständig auf der Flucht. Sie flieht vor den Krisen der Eltern, will unbedingt Schauspielerin werden, verrennt sich allerdings in der Magersucht. Von Mailand, über Rom bis New York, Sofia ist überall und nirgends so wirklich zuhause...
Schon zu Beginn war ich quasi im Roman gefangen und gefesselt ich habe mich schon relativ am Anfang mit der Protagonistin Sofia angefreundet . Sie ist vom Charakter eine sehr bemerkenswerte junge Frau, die mich während des Lesens stark bewegt hat ,
Sofias mit all ihrer Sprunghaftigkeit auf der Suche nach dem großen Ganzen und gerade das macht es wieder so faszinierend. Jedes Kapitel schildert eine neue Erzählung, eine weitere Eigenschaft, die es zu entdecken gilt. 
Toll fand ich  Paolo Cognetti Schreibstil er  war leicht und flüssig zu Lesen.. Auch sprachlich versteht er sein Handwerk und schafft es, mit scharfer Präzision die Dinge auf den Punkt zu bringen. Und genau das war auch der Grund warum ich dieses Buch in einem Rutsch weg gelesen habe weil mich der Erzählweise packen konnte.



Fazit: 
Ich kann dieser Roman nur weiter empfehlen die gerne zwischenmenschlichen Beziehungen mögen und mit einer wundervollen Protagonistin die eine starke Entwicklung durch gemacht hat.
Ich möchte noch mehr Werke von Paolo Cognett Lesen. Klare Lese Empfehlung von mir 




Autor:
Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, verbringt die Sommermonate am liebsten in seiner Hütte im Aostatal auf 2000 Metern Höhe. Er hat Mathematik studiert, einen Abschluss an der Filmhochschule gemacht und Dokumentarfilme produziert, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Auf Italienisch sind von ihm schon Erzählbände und zwei Romane veröffentlicht worden. »Acht Berge« erhielt u.a. den renommiertesten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega, erscheint in 40 Ländern und hat sich weltweit rund 700.000 mal verkauft.