Donnerstag, 11. Mai 2017

(K)ein Leben mit Borderline und Essstörung Rezension



Produktinformation

Taschenbuch: 510 Seiten
Verlag: Masou-Verlag (2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3944648552
ISBN-13: 978-3944648552
Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,2 x 3,8 cm

Inhalt:
Borderlinebetroffene sind in erster Linie auch "nur" Menschen. Und ich bin einer von ihnen. Ich habe die Diagnosen Borderline, Magersucht und Bulimie - aber trotzdem kann ich (zumindest heute) behaupten, dass ich gerne lebe und jeden neuen Tag auf dieser Erde zu schätzen weiß. In meinem bisherigen Leben musste ich schon mehr als einen Schicksalsschlag einstecken, ich lag mehrfach am Boden und war auch einige Male kurz davor aufzugeben, doch trotzdem habe ich mich jedes Mal wieder nach oben gekämpft. Fast 10 Jahre lang war mein Leben die reinste Achterbahnfahrt. Ich habe mich fast zu Tode gehungert, mir den Finger in den Hals gesteckt, die Arme zerschnitten, war unzählige Male in Psychiatrien und wurde von Ärzten bereits als hoffnungsloser Fall abgestempelt. Ununterbrochen ging es mit meiner Psyche auf und ab. Jedes Mal, wenn ich mich aus meinem dunklen Loch heraus gekämpft hatte, stürzte ich kurz darauf erneut in die Tiefe... Doch trotz der vielen Rückschläge und der unzähligen negativen Erfahrungen, die ich in dieser Zeit machen musste, habe ich es geschafft mich zurück ins Leben zu kämpfen. Dieses Buch ist meine Geschichte! (M)eine Geschichte von Magersucht, Bulimie, Borderline, Depressionen, Psychiatrie, Wohngruppe... Oder kurz zusammengefasst: Die Geschichte eines jungen Mädchens, dass unerbittlich um ein lebenswertes Leben kämpft.


Meine Meinung
Da mich das Thema Essstörung und Borderline sehr interessiert wollte ich das Buch unbedingt lesen auch wenn ich selber nicht betroffen bin, aber mein Freundeskreis betroffen ist, war es für mich klar ich muss es unbedingt Lesen.
Denn leider ist es eine grausame alltägliche Realität, für Mädchen sowohl auch für Jungs
Ich fand den Schreibstil von Laura Adrian einfach perfekt und absolut individuell. Er war sehr philosophisch und tiefgehend. es war absolut spannend, teilweise schockierend und interessant. Ihr Leben regt zum Nachdenken an und berührt. Ich fand die komplette Story von Anfang bis zum Ende wirklich sehr interessant nicht was der Autorin passiert ist sondern mich hat das Schicksal von Laura sehr mit genommen, das ich das Buch gar nicht aus der Hand legen konnte ich musste einfach wissen wie es mit der Autorin weiter geht. Immer wieder zwingt sie Laura noch mehr abzunehmen, weniger wie 40 Kilo zu wiegen und jede Kleinigkeit, die sie so eben gegessen hat, wieder auszukotzen. Viele Menschen schütteln den Kopf darüber, wie man nur seinen eigenen Körper so dermaßen zerstören kann, doch wenn man Lauras Gedanken und Gründe kennt, wird es verständlich. Es ist immer wieder ein Kampf gegen die innere Stimme anzukämpfen die immer wieder zu dir du bist fett fress dich voll und kotz alles wieder raus.
Auch das Thema Borderline spielt eine große Rollees ist auch teilweise unglaublich und hilfreich. Kann aber auch natürlich sehr antriggernd sein. Wer sich zu instabil fühlt, sollte sich selber nicht zwingen, es zu lesen. Einfach beiseite legen und warten, bis man sich dazu bereit fühlt.Ich habe teilweise neue Facetten und Informationen erfahren über Borderline
Wie gesagt habe ich das Buch verschlungen . denn ich musste wissen ob die Autorin es schafft denn Kampf gegen die Essstörung und Borderline gewinnt.Es ist unglaublich, wie viele schlimme und unbegreifliche Schicksalsschläge Laura im Laufe ihres noch jungen Lebens einstecken musste.










FazitEs fällt mir generell schwer eine Autobiographie zu bewerten, denn wie soll man wahre Geschehnisse beurteilen? Laura erzählt ihre Geschichte mit einer großen Wortgewalt und gibt dem Leser einen Einblick in eine kaputte Seele. Es ist traurig, da sie keinesfalls ein Einzelfall ist sondern das gleiche immer wieder, vielleicht sogar in diesem Moment, passiert und vielleicht nie an’s Tageslicht kommt. Ich bin froh, dass Laura ihre Geschichte der Welt mitgeteilt hat und hoffe, dass sie auch Gleichgesinnte stark machen wird. Mit “Lesevergnügen” kann man das Buch gewiss nicht betiteln, allerdings ist es auf jeden Fall Wert gelesen zu werden, auch wenn es nicht unbedingt etwas für zartbesaitete Menschen geeignet ist.Aber da mich das Buch emotional doch sehr mit genommen hat und ich das Buch in einem Rutsch verschlungen habe hat die Story die volle Punktzahl vergeben


Autorin:
Mein Name ist Laura Adrian, ich habe bis jetzt schon 24 Jahre mit mir selbst (ohne größeren Schaden!) überlebt und wohne in einem kleinen, schiefen Haus , das irgendwann mal als Scheune gebaut wurde.
Mein Geld verdiene ich derzeit mit Integration (ich integriere Buchstaben in Wörter und Wörter in Sätze). Gelernt habe ich vieles (insgesamt drei Ausbildungen angefangen), aber nichts zu Ende gebracht. Dementsprechend habe ich nach meinem dritten Versuch meinen Plan erst eine Ausbildung abzuschließen und mich danach selbstständig zu machen, über den Haufen geschmissen und bin den direkten Weg gegangen. Wer jetzt allerdings denkt, ich wäre zu „doof“ um eine Ausbildung zu bestehen, den muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen… Ich habe nämlich nicht wegen meinem Einserzeugnis die Ausbildungen abgebrochen, sondern wegen meiner Diagnosen. Denn ich bin kein „normaler“ Mensch, sondern lebe mit der Diagnosen Borderline und war jahrelang stark essgestört. Ja, richtig, ich hab mich auf ein lebensbedrohliches Gewicht heruntergehungert und mir die Arme aufgeschnitten. Also: Ja, die Narben an meinen Armen sind echt und nicht nur aufgemalt oder tätowiert :-) Und nein, wenn wir gerade bei dem Thema sind, ich habe auch nicht abgenommen, weil ich so dünn wie ein Model sein wollte, sondern ich hatte dafür andere Gründe…
Aber jetzt Schluss mit meiner Vergangenheit und ab in die Gegenwart: Wie bereits erwähnt, bin ich 24 Jahre alt (habe in meinem bisherigen Leben jedoch schon mehr erlebt, als so mancher 100-jähriger…). Mein Geld verdiene ich hauptsächlich als freiberufliche Autorin (ja, das ist ein Beruf und ja, das ist „echte“ Arbeit!). In meiner Freizeit bin ich ehrenamtlich im THW tätig und trainiere ich mit Socke dem Strumpf und bilde ihn zum Suchhund für Fläche und Trümmer aus. (Zur Erklärung: „Socke“ ist mein spanischer Untermieter. Ein Hund.)

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